27.08.16 Wind und Regen in Brønnøysund

Das grandiose Frühstücksbuffet macht sich gerade im Magen breit und so bleibt wieder mal etwas Zeit um ein paar Zeilen zu schreiben.

Während in der Schweiz scheinbar der Sommer Einzug hält verhält es sich hier gerade umgekehrt. Das Wetter in Brønnøysund ähnelt eher einem nasskalten Novembertag kurz bevor Schneefall einsetzt. Zum Glück haben wir im Hotel ein Dach über dem Kopf. Petrus scheint in der letzten Zeit Achterbahn zu fahren. Nach Regen auf Lovund hatten wir gestern zumindest bis nach dem Mittag Sonnenschein beim Besuch der Insel Vega. Vega ist bekannt für ihr lokales landwirtschaftliches Okösystem und Daunen der Eider-Enten. Letzteren ist ein hübsches Museum im winzigen Fischerort Nes gewidmet welches wir besucht haben. Ansonsten faszinierte uns die Landschaft und die Ruhe auf Vega, welche wir beim Picknick am See so richtig geniessen konnten.

Seit gestern Abend sind wir nun in Brønnøysund und schmieden Pläne für die nächsten Tage. Wegen dem Wetter wollen wir rascher in den Süden und wenn alles klappt nehmen wir heute Abend die Hurtigruten nach Trondheim. Mit dem Inselhopping der vergangenen Tage mutiert unsere Reise momentan eher von einer Velo- zur Schiffsreise.

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Der Weg zur Fähre in Tjotta.

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Fähre nach Vega bei Sonnenschein.

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Zum Essen nicht empfehlenswert dafur zum Anschauen umso schöner...

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25.08.16 Gestrandet auf Lovund

Der Weg führte uns in den letzten Tagen von Bodø via Ornes nach Nesna und seit gestern Abend verbringen wir nun entspannte Stunden auf der kleinen Insel Lovund. Leider sind wir ein paar Tage zu spät um die einzigartigen Papageientaucher zu sehen. Doch die Insel und das tolle Fischerhaus-Hotel sind ohnehin einen Besuch wert.image

22.08.16 Von Bodø nach Ornes

Es war ein sehr langer Tag auf dem Weg von Bodø nach Ornes. Erstens waren es gut 120 Kilometer und zweitens summierten sich die Aufstiege auf gut 1400 Höhenmeter. Die einzige Alternative unterwegs, eine ziemliche Absteige von Campingplatz, war keine Option. So gönnten wir uns in Ornes ein Hotel und ein gutes Abendessen mit Fisch.

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23.08.16 Von Ornes nach Haugland

Kurz gefasst: relativ kühles Wetter und ein Campingplatz der von sehr sympatischen Norwegern geführt wird. Unser Zelt war das einzige und den Tag konnten wir beim persönlichen Gespräch mit den Besitzern beenden. Eine tolle Begegnung! Elche haben bis jetzt leider noch keine gefunden 🙂 Doch was nicht ist kann ja bekanntlich noch werden…

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21.08.16 Tschüss Lofoten – Willkommen Bodø

Ja sie sind bereits passé für uns, die Lofoten. Ein wunderschöner Fleck Erde wenn man die Touristenströme etwas umgeht. Tatsächlich gesellte sich das Wetter während den zwei Tagen auf den Lofoten auf unsere Seite. Zwischenzeitlich bekamen wir zwar ein paar wenige Regentropfen ab, doch das ist scheinbar nicht die Rede wert, verglichen mit den sonst üblicherweise vorheschenden Wetterbedingungen auf der weit in den nördlichen Atlantik hinausreichenden Inselgruppe. Das Dorf mit dem wohl kürzesten Namen der Welt, „Å“,  war das Ende des ersten Abschnitts unserer Reise. Ein Zwischenziel, dem wir von Tromsø entlang der Veloroute Nr. 1 gefolgt sind. Dank dem Antrieb durch die atemberaubende Landschaft, dem tollen Wetter und den guten Beinen sind wir schnell voran gekommen. Bereits 518 Kilometer haben uns „Hedi“ und „Didi“ südwärts gefahren und wir schiffen nun von Moskenes nach Bodø. Doch nun die Loftoten der Reihe nach…

19.08.16 Von Sortland nach Svolvaer

Der Campingplatz in Sortland hatte was Gutes: wir wurden durch die Wärme der Sonne im Zelt geweckt. Unsere erste Aufgabe am neuen Tag: Futter und Gas für den Kocher finden. Ersteres war kein Problem, der „Coop Mega“ hatte alles für ein Müesli welches wir praktisch auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums genossen :-). Gas für den Kocher oder einen Brenner für unsere „falschen“ Kartuschen konnte  wir jedoch so früh am Morgen nicht auftreiben. Mit voller Vorfreude auf die Lofoten verliessen wir das unspektakuläre Sortland. Die nächste Station auf unserem Weg war Stokmarknes, besser bekannt als die Geburtsstätte der Hurtigruten, was durch das grosse Museumsschiff klar zur Geltung kommt. Und da, endlich! Wir fanden einen Outdoorladen bei welchem wir den Kocher für unsere Gaskartuschen kaufen konnten. Nun sind wir endlich ganz autonom unterwegs :-). Wir radeleten über den Veloweg auf schmalen Strassen abseits vom Camperverkehr, entlang von tollen Küstenabschnitten welche hier oft von Landwirtschaft geprägt sind. Heuen am Strand ist ein ungewohntes Bild! Von Melbu brachte uns die Fähre nach Fiskebol, unserem Eintrittstor zu den Lofoten. Das Wetter war schön, die Beine und das Befinden einwandfrei und so landeten wir kurz vor Svolvaer auf einem netten, jedoch sehr gut besuchten Campingplatz. Nachtessen: zurück zum Risotto…

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20.08.16 Von Svolvaer nach Flekstad

Eigentlich sollte es ein gemütlicher Lofoten-Sightseeing-Tag werden. Am Ende zeigte der Tacho wieder gut 100 Kilometer und wir waren schon fast am äussersten Ende der Lofoten. Wir nutzten die Gunst der Stunde gegen Abend, da um diese Zeit weniger Camper-Verkehr auf der E10, der einzigen Strasse durch die Lofoten, herrschte. Unser Zeltplatz war wiederum sehr idyllisch direkt am Meer. Und zum Abendessen begannen wir heute wieder mit Couscous 🙂 (obwohl Päde lieber etwas „Richtiges“ zwischen den Zähnen gehabt hätte).

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21.08.16 Von Flekstad nach Bodø

Jetzt war er da – der Lofoten-Sightseeing-Tag! Unerwartet schön waren die Fischerdörfer auf den letzten 30 „Lofoten“-Kilometern. Den Abschluss krönte das Dorf „Å“ mit seiner hübschen alten Holzofenbäckerei die unsere Bäuche vor der dreistündigen Überfahrt nach Bodø satt machte. Wir staunten über welch schmale Strassen sich die Proficamper mit ihren riesigen Hütten auf Rädern zwängen. Wir sind froh haben wir nur unsere Taschen und „Hedi“ und „Didi“ als fahrbare Untersätze.

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18.08.16 – Von Bleik nach Sortland

Alleine die Lage unseres Zeltplatzes in Bleik war perfekt: direkt am Strand mit Blick gegen Westen. Zusammen mit dem schönen Wetter einfach atemberaubend. Die Sonne verschwand gegen 21.45 Uhr am Horizont bevor sie um etwa 4.30 Uhr wieder mit der Tagwache begann. Für uns hat das vielerlei Positives. Eine Taschenlampe benötigen wir ausser in den zahlreichen Tunnel nicht. Wir müssen uns mit Treten nicht beeilen, denn die Tage sind ja lang und wir haben viel Zeit um von A via B, C und so weiter an unser Tagesziel zu kommen. Die Sonne wärmt bereits früh, trocknet schön das Zelt von der Feuchte der Nacht und macht das Kriechen aus dem Schlafsack ziemlich angenehm. Gewöhnungsbedürftig ist das Schlafen bei Helligkeit, denn im Zelt können wir ja nicht einfach das Licht ausschalten 🙂 Wir haben unglaubliches Glück auf unserem Weg in Richtung Lofoten. Es ist nicht einfach nur schön, sondern schlicht atemberaubend. Oft gibt es zu hören: „I muess schnäu ä Foti mache!“. Gemacht ist die Foto schon schnell, doch gibt es so viele wunderbare Sujets, Perspektiven und Lichtverhältnisse, dass pro Tag eine beträchtliche Summe an Zeit zusammenkommt. Aber wie gesagt: es ist ja lange Hell und wir haben die Zeit. Norwegen ist oft „wie in den Bergen, einfach am Meer“.

Heute gab es keine Kilometer gratis, denn es war keine Fähre auf dem Programm. Dafür war die Topgrafie relativ sanft und wir fuhren gut 100 Kilometer südwärts. Unterwegs trafen wir Mark aus Bern, der ebenfalls mit dem Velo unterwegs war. Sortland hatte nichts Spezielles zu bieten, ausser freundlichen Autofahrern die uns auf viel befahrenen Strassen Vortritt gewährten. Der Campingplatz war insofern speziell, weil der Platzwart durch und durch als ziemlicher „Grümscheler“ bezeichnet werden kann. Unordnung, provisorisches Gebastel an den Einrichtungen und ja, den „langen“ Weg zwischen Reception und Waschküche überwindet er mit dem Auto. Zum Abendessen gab es praktischen Outdoorfood. Der wiegt getrocknet fast nichts, ist platzsparend und ist schnell zubereitet. Zwei Sorten haben wir dabei: Risotto mit „Gartengemüse“ und Couscous (ebfalls angereichet mit Grünzeugs). Nachdem es gestern Risotto gab, der übrigens recht gut schmeckt, entschieden wir uns heute für Couscous. Ergänzt mit Brot und einer Tomatensuppe machte auch diese Malzeit satt. Wir waren übrigens nach wie vor an die Küchen auf den Campingplätzen gebunden, da wir in Tromsø dummerweise die falschen Gaskartuschen kauften, respektive das System von Campinggaz (die Blauen :-)) hier praktisch nicht verbreitet ist.
Nun sind wir in Sortland quasi am Tor zu den Lofoten angekommen und freuen uns auf die nächsten Tage. Das Wetter soll noch gut bleiben.

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Ortschaften auf der Landkarte, in Wirklichkeit ein paar entzückende, zusammengerückte Häuser am Meer.

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Unendlich wirkende Weiten. Ein Traum zum Radfahren.

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Änderung der Kulisse innerhalb von ein paar Kilometern. Bilder die an abgelegene Bergwelt erinnern.

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16.08.16 – Von Tromsø auf die Insel Senia

Der erste Tag auf den Velos in Norwegen bereicherte uns bereits mit gewaltigen Eindrücken. Wir begegneten einer Gruppe Rentieren beim Frühstücken.

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Auf einsamen Strassen und mit einer etwas weniger einsamen Fähre ging es auf die Insel Senia.

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Der norwegische Himmel präsentierte sich im Verlauf des Tages von seiner besten Seite und das flache Abendlicht führte fast zur Reizüberflutung mit der Farbenpracht.

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Die Ortschaften sind rar, die Distanzen lang und darum muss auch fürs leibliche Wohl gesorgt sein. Mit einheimischem Fisch natürlich!

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